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Oscar – Pannen und Fakten

Oscar  /  Geschichte   /   Preisverleihung  /  Gewinner

 

Verschwundene Statuetten
Am 10. März 2000 verschwanden 55 Statuetten auf mysteriöse Weise auf dem Weg von Chicago nach Los Angeles. Neun Tage später fand Willie Fulgear 52 der gestolenen Statuetten neben einem Mühllcontainer im Koreatown von Los Angeles. Der ehrliche Finder erhielt als Belohnung einen Scheck über 50.000 US-Dollar, sowie eine Einladung zu den Academy Awards. Drei werden noch immer vermisst.

Auch Whoopie Goldbergs Auszeichnung, die sie 1990 für ihre Leistung in „Ghost“ erhielt, landete im Jahre 2002 auf unerklärliche Weise in einem Abfalleimer. Sie wollte ihren Academy Award säubern lassen. Von dem Reinigungsunternehmen erhielt sie jedoch nur eine leere Schachtel zurück. Gefunden wurde die Statue schliesslich von einem Sicherheitsbeamten in einem Papierkorb eines kalifornischen Flughafens. Wie Oscar dorthin kam, ist bis heute ungeklärt.


Verschiebung der Oscarverleihung
Dreimal in der Geschichte musste die Oscarverleihung verschoben werden.
1938 wurde wegen einer Überschwemmung in Los Angeles die Zeremonie um eine Woche verschoben. 1968 wurde der Termin vom 8. auf den 10. April verschoben, da Martin Luther King am 8. April beigesetzt wurde und 1981 verzögerte der versuchte Mord an Präsident Ronald Reagan die Verleihungszeremonie um 24 Stunden.


Peinlichkeiten
1937 hatt ein offensichtlich zerstreuter Graveur den Charakterschauspieler Spencer Tracy mit einer Comic-Figur verwechselt. Er gravierte nämlich anstelle von Spencer „Dick“ Tracy auf die Statute. Seit diesem Fauxpas werden die Namen der Gewinner, ihre Kategorie und der Filmtitel ihrer prämierten Leistung erst nach der Verleihung eingeprägt.

Als 1974 David Niven die Verleihung präsentierte, flitze ein gewisser Bob Opel splitternackt über die Bühne. Niven kommentierte diesen Nacktlauf mit den Worten: „Ist es nicht faszinierend, dass der einzige Lacher, den dieser Mann im Leben je ernten wird, davon herrührt, dass er alle seine Mängel zeigt“.

Shelley Winters war sich 1951 ziemlich sicher, dass sie den Oscar für „Ein Platz an der Sonne“ in der Tasche hatte. Als Ronlad Colman den Umschlag öffnete, befand sie sich schon fast auf den Stufen, die zur Bühne führen. Plötzlich wurde sie heftig von Vittorio Glassmann zurückgezogen. „Als wir da so auf dem Boden im Gang lagen dachte ich, er sei wahnsinnig geworden,“ erinnert sich Shelley. Die Gewinnerin war in dem Fall nämlich Vivien Leigh für „Endstation Sehnsucht“! Shelley versuchte so unauffällig wie möglich zu ihrem Sitzplatz zurückzukriechen.

Ein ähnliches Erlebnis hatte Frank Capra. Auch er dachte, er hätte den Oscar für „Lady for a Day“ sicher. „Ich sagte mir ständig, ich würde bestimmt vier Preise gewinnen. Als Will Rogers den Umschlag öffnete und sagte: „Es hätte keinem netteren Jungen passieren könne. Komm und hol ihn Dir, Frank“ stürzte sich Capra ins Rampenlicht. Leider war der Gewinner ein anderer Frank. Es war Frank Lloyd für Cavalcade. „Ich wollte unter den Teppich kriechen“, erinnert sich Capra.


Verweigerungen
1970 lehnte George C. Scott den Oscar für seine Rolle in „Patton – Rebell in Uniform“ mit der Begründung ab, der Oscar sei der grausame Lohn einer von Geldgier zerfressenen Institution, die Filmschauspieler zu Rennpferden degradiere. Bereits 1961 lehnte er die Nominierung für seine Nebenrolle in Stanley Kubricks Film ‚Dr. Seltsam oder Wie ich lernte die Bombe zu lieben‘ ab.

1973 schickte Marlon Brando die Indianierin Littlefather auf die Bühne um durch sie ausrichten zu lassen, dass er seinen Preis als bester Hauptdarsteller in „Der Pate“ nicht annehmen könne. Weiter verlas sie eine fünfseitige Erklärung, in der Brando seine politische Meinung zum Thema der Diskriminierung der Indianer zum Ausdruck brachte. Wie sich allerdings einige Tage später herausstellte, war die Indianerin gar keine Indianerin, sondern die Schauspielerin Maria Cruz.


Versteigerungen
Der Oscar geht an … Michael Jackson. Der Pop- Star ersteigerte für 1,542 Millionen Dollar die begehrte Hollywood-Trophäe für den besten Film „Vom Winde verweht“ aus dem Jahr 1939. Es war somit mit Abstand der höchste Preis, der jemals für eine Oscar-Statuette auf einer Versteigerung geboten worden ist.

Im  Jahr 2009 wurde die Oscar-Trophäe von Bette Davis, den sie für ihre Rolle 1935 für den Film „Dangerous“ gewonnen hatte, bei einer Versteigerung für 207 000 US Dollars veräussert. Regisseur Steven Spielberg erwarb diese Statuette. Spielberg hat den ersteigerten Oscar an den Verleiher der Filmtrophäen, der „Academy of Motion Picture Arts and Sciences“ in Hollywood zurückgegeben. Damit „rettete“ Spielberg bereits zum dritten Mal einen Oscar vor einer weiteren kommerziellen Ausnutzung. Bereits am 19. Juli 2001 zahlte er rund 578 000 US Dollar für Bette Davis Oscar, den sie für ihre Rolle 1938 in „Jezebel – die boshafte Lady“ erhalten hatte und 1996 erwarb er einen Oscar, den Clark Gable mit der Komödie „It Happened one Night“ gewann. Dafür bezahlte er die stattliche Summe von 607’000 US Dollar.

Mindestens 20’000 Dollar sollten zwei Eintrittskarten für die Oscar-Preisverleihung am 25. März 2001 kosten, die bei eBay versteigert werden sollten. Doch verkauft wurden die Tickets nicht, da die Internetauktion auf Druck der US-Filmakademie gestoppt wurde. Die Akademie hatte Sicherheitsgründe für ihren Einspruch gegen die Versteigerung der Karten geltend gemacht. „Die Akademie ist sehr besorgt um die Sicherheit ihres Publikums“, sagte der Exekutivdirektor der Akademie, Bruce Davis. Tickets werden nur an ausgesuchtes Publikum vergeben.