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Oscar – Preisverleihungen

Oscar  /  Geschichte   /  Pannen und Fakten  /  Gewinner

 

Häufigste Nominierungen
Den Rekord für die häufigsten Ehrungen hält Walt Disney mit 64 Nominierungen. Erhalten hat er den Oscar 26 Mal. In seinem Privatbesitz befindet sich eine Sammlung von Sonderanfertigungen; eine grosse und sieben kleine Statuetten für Schneewittchen und die sieben Zwerge.

Von allen lebenden Personen ist John Williams der am häufigsten für den Oscar nominierte. Bis heute wurde er 32 Mal für die beste Score bzw. beste Adaption nominiert. Erhalten hat er den Oscar 5 Mal.

William Wyler bekam die meisten Nominierungen. Für seine Filme erhielt er 127 Nominierungen, wovon 38 Filme einen Oscars gewonnen haben. Dreimal erhielt er die Auszeichnung für den besten Film und dreimal als bester Regisseur. Es folgt Billy Wilder mit insgesamt 21 Nominierungen und 6 Auszeichnungen.

„Herr der Ringe“ stellte einen neuen Oscar-Rekord auf: Es war das erste Mal, das drei Filme einer Reihe hintereinander in der gleichen Kategorie (Bester Film) nominiert wurden.


Beste Schauspielerin
Bei den Schauspielerinnen hält Meryl Streep mit 18 Nominierungen den absoluten Rekord. Gefolgt von Katharine Hepburn. Sie wurde insgesamt 12 Mal nominiert. Während Katharine Hepburn den Oscar aber 4 Mal für die beste Schauspielerin erhielt (Morning Glory, Rate mal, wer zum Essen kommt,  Der Löwe im Winter und Am goldenen See), bekam ihn Meryl Streep 3 Mal: 2 x als beste Schauspielerin (Sophies Entscheidung und Die Eiserne Lady) und 1 x als beste Nebendarstellerin (Kramer gegen Kramer).


Bester Film
1960 gewann William Wylers „Ben Hur“ sagenhafte 11 Oscars bei zwölf Nominierungen. Erst 38 Jahre später wurde dieser Rekord von James Camerons „Titanic“ eingestellt. Im Jahre 2004 doppelte Peter Jackson’s Fantasy-Film „The Lord of the Rings – The Return Of the King“ nach. Doch dem nicht genug: Als allererster Fantasy-Film in der Geschichte der Oscars hat „Herr der Ringe“ in der Kategorie Bester Film gesiegt. Bisher war dies – gemäss einem ungeschriebenen Gesetz – „seriöseren“ Werken vorbehalten.

„West Side Story“ (1961) gewann zehn Oscars und je neun die Filme „Gigi“ (1959), „Der letzte Kaiser“ (1988) und „Der englische Patient“ (1997).

Vierzehn Mal nominiert wurde 1951 der Film „Alles über Eva“ – gewonnen hat der Film schliesslich sechs Oscars. Dieser Rekord hielt fast 50 Jahre. Wiederum war es James Camerons „Titanic“, der diesen Rekord einstellte.

Vier Produktionen erhielten je 13 Nominierungen, und zwar „Vom Winde verweht“ (1940 – erhielt acht Oscars), „Verdammt in alle Ewigkeit“ (1954 – erhielt acht Oscars), „Mary Poppins“ (1965 – erhielt fünf Oscars) und „Wer hat Angst vor Vigina Woolf“ (1967 – erhielt ebenfalls fünf Oscars). Der Film „Vom Winde“ verweht war der erste Farbfilm, der zum Besten Film gekürt wurde.


Beste Regie
Bis heute gab es erst drei Frauen, die in der Kategorie Beste Regie nominiert wurden: Lina Wertmülller für „Pasqualino/Seven Beauties“ (1976), Jane Campion für „The Piano“ (1993) und „Sofia Coppola“ für Lost in Translation (2004). Gewonnen hat den begehrten Oscar bis heute noch keine Frau.


Minusrekord
Einen Minusrekord hält Steven Spielbergs „Die Farbe Lila“. Das Drama bekam im Jahre 1986 elf Nominierungen, unter anderen für Whoopi Goldberg – erhalten hat er nicht einen einzigen!


Oscar x 2
Luise Rainer war die erste Schauspielerin, die in zwei aufeinanderfolgenden Jahren (1936 und 1937) einen Oscar gewann und Spencer Tracy in den Jahren 1937 und 1938. Seine Lebensgefährtin Katharine Hepburn tat es ihm 1967 und 1968 nach und neun Jahre Später folgte Jason Robards (1976 und 1977 als bester Nebendarsteller). Tom Hanks war 1993 und 1994 bislang der letzte Darsteller, dem dieses Kunststück gelang.


Oscar : 2
Den Oscar „teilen“ mussten sich 1932 Wallace Beery „The Champ“ und Fredric March „Dr. Jeckyl And Mr. Hyde“ sowie 1968 Katharine Hepburn für „Der Löwe im Winter“ und Barbara Streisand für „Funny Girl“. Sie hatten genau die gleiche Stimmzahl für ihre Hauptrollen erhalten. Seither achtet die Akademie penlichst darauf, dass die Zahl der Stimmberechtigten immer ungerade ist. Was nach Adam Riese bei mehr als zwei zur Wahl stehenden Preisaspiranten nicht zwangsläufig die Vermeidung des ungebliebten „Doppel-Oscars“ zur Folge hat.


Nominationen x 2
Folgende Schauspielerinnen erhielten im gleichen Jahr zweimal Oscar-Nominierungen: Zum einen als beste Schauspielerin und zum anderen als beste Nebendarstellerin.

  • Fay Bainter (1938) in „White Banners“ und „Jezebel“ (sie gewann den Oscar für die Nebenrolle in „Jezebel“).
  • Teresa Wrigth (1942) in „Der grosse Wurf“ und in „Mrs. Miniver“ (sie gewann den Oscar für die Nebenrolle in „Mrs. Miniver“).
  • Jessica Lange (1982) in „Frances“ und in „Tootsie“ (sie gewann den Oscar für die Nebenrolle in „Tootsie“).
  • Sigourney Weaver (1988) in „Gorillas im Nebel“ und in „Die Waffen der Frauen“ (sie hat keinen Oscar gewonnen).
  • Holly Hunter (1993) in „Das Piano“ und in „Die Firma“(sie gewann den Oscar für die Hauptrolle in „Das Piano“).
  • Emma Thompson (1993) in „Was vom Tage übrigblieb“ und „Im Namen des Vaters“ (sie hat keinen Oscar gewonnen).

Bester ausländischer Film
Den Rekord für die häufigsten Nominierungen in der Kategorie bester ausländischer Film hält Frankreich mit 30 Nominierungen. Italien hält den Rekord mit 13 erhaltenen Oscars, gefolgt von Frankreich mit 12.

2 Mal gewann die Schweiz: 1990 mit „Reise der Hoffnung“ und 1984 mit „La diagonale du fou“.

1979 erhielt der verfilmte Roman von Günter Grass „Die Blechtrommel“ den Oscar für den besten ausländischen Film.

„Mephisto“ mit Klaus Maria Brandauer gewann 1981 den Oscar als bester ausländischer Film. Brandauer selbst war 1985 als bester Nebendarsteller nominiert für „Out of Africa“. Er verlor aber gegen Don Ameche „Cocoon“.

Gleich sechs Mal nominiert wurde 1983 der von Wolfgang Petersen gedrehte Film „Das Boot“. Einen Oscar gewann er aber trotzdem nicht.

Und ein heisser Favorit war 1998 der Streifen „Lola rennt“ von Söhnke Wortmann. Aber auch dieser Film gewann keinen Oscar.


Jüngste und älteste Darstellerin
Seit 1931 waren insgesamt acht Kinder für einen Oscar nominiert. Der jüngste „Nominee“ war Justin Henry (8) für „Kramer gegen Kramer“.

Kinderstar Shirley Temple war die jüngste Darstellerin, die jemals auf der Oscarbühne stand. Sie erhielt mit 6 Jahren und 310 Tagen einen Sonderoscar für ihre hervorragende Leistung im Jahre 1934. Bis dahin hat Shirley schon für 21 Filme vor der Kamera gestanden – ein weiterer Oscar war ihr aber nicht vergönnt.

Tatum O’Neal war erst 10 Jahre und 148 Tage, als sie 1973 für ihre Nebenrolle in „Papermoon“ einen Oscar bekam und Anna Paquin 11 Jahre, als sie 1994 für die Nebenrolle in „Das Piano“ den Oscar abholen konnte.

Die jüngste Schauspielerin, die für eine Hauptrolle einen Oscar erhielt, war Marlee Matlin. 1986 erhielt sie im Alter von genau 21 Jahren und 218 Tagen den Oscar für ihre Leistung in „Gottes vergessene Kinder“.

Jessica Tandy hingegen ist die älteste Schauspielerin, die für eine Hauptrolle mit dem Oscar geehrt wurde. Sie erhielt die Auszeichnung im Jahre 1989 für „Miss Daisy und ihr Chauffeur“ im Alter von 80 Jahren und 293 Tagen.


Ehrungen derselben Filmfigur
Marlon Brando und Robert De Niro erhielten beide einen Oscar für die Darstellung derselben Figur. Brando wurde 1972 für seine Rolle als Vito Corleone in „Der Pate“ mit dem Oscar geehrt. De Niro der Vito Corleone in „Der Pate II“ spielte, erhielt dafür 1974 den Oscar als bester Nebendarsteller.


Konkurrenz
Es gibt Filme, die sich gleich durch mehrere Hauptdarsteller auszeichnen. Das kann dazu führen, dass gleich mehrere Darsteller für denselben Film nominiert werden. Der 1935 entstandene Film „Meuterei auf der Bounty“ hält dabei den Rekord. Hauptdarsteller Clark Gable, Charles Laughton und Franchot Tone konkurrierten um den Oscar – nur gewonnen hat Victor McLaglen in „The Informer“.


Verweigerung
Zweimal wurde die Oscar Statuette abgelehnt. Der Schauspieler George C. Scott wollte ihn für das Kriegs-Drama „Patton“ (1970) nicht haben und Marlon Brando für „Der Pate“ (1973).


Keine Ehrung
Nie einen Oscar erhalten haben:
Montgomery Clift, Marlene Dietrich, Kirk Douglas, Greta Garbo, Cary Grant, Alfred Hitchcock, Robert Mitchum, Marilyn Monroe, Gloria Swanson, Liv Ullman, Richard Burton und Peter O’Tool.